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Wissen · Geschäftsmodell

Umsatzbeteiligung: warum 50/50 aus Alis Sicht nicht reicht

Kurz beantwortet

Eine Agentur geht bei einer neuen Creatorin in Vorleistung: Ausstattung, Marketing und gute Mitarbeiter kosten Geld, bevor Umsatz entsteht. Ali hält eine hälftige Teilung deshalb oft für zu knapp. Entscheidend ist für ihn, dass die Creatorin nachvollziehen kann, was in welchem Anteil steckt.

Von Alain-Daniel Rudolf, Mitgründer von LUX ConsultingStand

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Warum das 50/50-Modell aus Alis Sicht nicht mehr passt

Alain-Daniel Rudolf 10:58 Min

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Kundengeschichte

Warum hat sich das Geschäft für Agenturen verändert?

Vor ein paar Jahren reichte es nach Ali oft, wenn eine Creatorin regelmäßig Reels postete. Es gab wenig Konkurrenz und kaum Wissen über Social-Media-Marketing. Heute sieht er auf Instagram vor allem zwei Arten von Creatorn, die funktionieren: solche mit viel natürlichem Talent und solche mit sehr gutem Setup und eigenen Ideen.

Alles dazwischen läuft nach seiner Beobachtung kaum noch. Damit muss die Agentur mehr leisten, und das schlägt sich im Modell der Zusammenarbeit nieder. Wie eine Agentur insgesamt Geld verdient, erklärt die Seite Geschäftsmodell einer Agentur.

„Doch heutzutage ist das Ganze viel komplexer geworden.“
Alain-Daniel Rudolf im Video auf YouTube (00:40)

Wofür geht eine Agentur in Vorleistung?

Ali zählt auf, was eine Agentur am Anfang bezahlt: eine gute Kamera oder ein gutes Handy, Mikrofone, Licht, Deko für den Drehort. Dazu braucht sie Geld, das sie laufend wieder in die Creatorin steckt, und Mitarbeiter, die ihr Handwerk können und entsprechend kosten.

Ein guter Marketing-Mitarbeiter etwa ist für Ali ein eigener großer Kostenblock. Wie du ein Team für die Chats aufbaust, beschreibt der Ratgeber Chat-Team aufbauen.

Wer trägt die Verantwortung für den Erfolg einer Creatorin?

Ali sieht die Agentur in der Pflicht. Sie kann nicht erwarten, dass die Creatorin alles selbst bezahlt, plant, dreht und schneidet. Läuft es nicht, fragt er zuerst, was die Agentur besser machen kann, sofern die Creatorin Potenzial hat.

Er versteht die Zusammenarbeit als Partnerschaft auf Zeit: Beide Seiten bringen festgelegte Leistungen ein. Nur so entsteht ein gutes Ergebnis.

„Du als Agentur trägst schlussendlich die Verantwortung für den Erfolg deiner Creatorin.“
Alain-Daniel Rudolf im Video auf YouTube (03:34)

Was passiert, wenn der Anteil der Agentur zu klein ist?

Nach Abzug von Chat-Team und Steuern bleibt bei einer hälftigen Teilung nach Alis Rechnung wenig übrig. Die Agentur investiert dann kaum noch in die Creatorin, die Inhalte werden schwächer, es kommen weniger Abonnenten. Am Ende sind beide unzufrieden.

Dazu kommt ein leiser Verlust: Eine unzufriedene Creatorin empfiehlt die Agentur nicht weiter. Creatorn geht es nach Ali nicht nur um Umsatz, sondern auch um das Gefühl, dass sich etwas bewegt und die Agentur an sie glaubt.

„Es geht ihnen vor allem auch um das Gefühl von, okay, es passiert jeden Monat was und die Agentur glaubt an mich“
Alain-Daniel Rudolf im Video auf YouTube (06:10)

Wie begründest du deinen Anteil im Gespräch mit einer Creatorin?

Ali nennt seine persönliche Spanne: Bei Creatorinnen ohne bisherigen Umsatz nimmt er 65 Prozent, bei Creatorinnen mit bestehendem Umsatz 60 Prozent, 70 Prozent sind für ihn die Obergrenze. Für reine Chat-Leistung oder bei sehr großen Creatorn, die selbst Kosten mittragen, hält er niedrigere Anteile oder eine hälftige Teilung für passend. Das ist seine Einschätzung, keine feste Regel.

Wichtiger als die Zahl ist für ihn die Begründung. Die Creatorin muss verstehen, welche Leistungen in deinem Anteil stecken und was sie selbst einbringt. Wie du passende Creator findest, steht im Ratgeber Models finden.

„Du musst der Creatorin logisch und nachvollziehbar erklären können, was genau in deinem Prozentanteil drin ist“
Alain-Daniel Rudolf im Video auf YouTube (07:48)

Häufige Fragen

Warum hält Ali eine 50/50-Teilung oft für zu knapp?

Weil die Agentur in Vorleistung geht und nach Chat-Team und Steuern kaum Geld bleibt, um weiter in die Creatorin zu investieren.

Wofür bezahlt eine Agentur am Anfang?

Für Ausstattung wie Handy, Mikrofone, Licht und Deko, für laufende Investitionen in die Creatorin und für gute Mitarbeiter.

Wann passt eine hälftige Teilung trotzdem?

Nach Ali etwa bei sehr großen Creatorn, die selbst Kosten mittragen. Für reine Chat-Leistung hält er niedrigere Anteile für passend.

Wie spreche ich den Anteil im Gespräch an?

Indem du nachvollziehbar erklärst, welche Leistungen darin stecken und was die Creatorin selbst einbringt. Ali sieht das Gespräch als Verkaufsgespräch.