Wo findest du die ersten Creator für deine Agentur?
Max nennt drei Wege: das persönliche Umfeld, die Akquise über Instagram und, wenn du ein gewisses Budget hast, Werbeanzeigen. Dazu kommt bei manchen Kunden ein vierter Weg über eine eigene Website.
- UmfeldOft kennst du schon Creator im eigenen Umfeld. Max rät, dort zuerst nach einer Zusammenarbeit zu fragen.
- Tägliche AkquiseOhne Geld für Werbung führt an der eigenen Akquise kein Weg vorbei. Max hat am Anfang selbst so gearbeitet: jeden Tag mögliche Creator anschreiben.
- WerbeanzeigenMit Budget kannst du Creator auch über Werbeanzeigen erreichen. Das ersetzt aber nicht den sauberen Auftritt dahinter.
- Eigene WebsiteKunden wie Roman gewinnen Creator über eine Website mit Bewerbung. Laut einem Video auf dem Kanal von LUX Consulting schafft sie vor allem Vertrauen, weil Creator dort sehen, mit wem sie es zu tun haben.
„Weil ganz oft ist das so, dass man OF-Models eigentlich eh im Umfeld hat. Du kannst ja auch schon mal zu denen gehen und eine Zusammenarbeit anfragen.“
Welche Creator solltest du ansprechen?
Max rät, nur Frauen anzusprechen, die schon auf einer Fanplattform aktiv sind. Wer neu anfängt, wird oft vom eigenen Umfeld unter Druck gesetzt, sobald Reichweite dazukommt, und hört dann wieder auf. Wer schon aktiv ist, weiß dagegen, wie viel Arbeit dahintersteckt, und versteht, warum eine Agentur hilft.
Wovon er klar abrät: wahllos Frauen anzuschreiben oder im Nachtleben anzusprechen und sie zum Start zu überreden. Das ist ineffizient, moralisch schwierig und spricht sich herum.
Ali ergänzt: Solange du dein Handwerk noch nicht beherrschst, arbeite nicht mit sehr großen Creatorn. Fang mit Creatorn an, denen du wirklich helfen kannst.
„Es gibt deutlich einfachere Wege, professionell und seriös Models für deine Agentur zu gewinnen, ohne sich dabei seinen Namen zu verbrennen.“
Wie muss dein Auftritt aussehen?
Creator prüfen genau, mit wem sie arbeiten. Dein Instagram-Profil sollte deshalb geschäftlich und aufgeräumt sein: ein paar cleane Bilder, keine Partyfotos, nichts, was unseriös wirkt.
Das gilt auch im Gespräch. Ali rät zu einem Kleidungsstil im Bereich Business Casual, Max zu einem aufgeräumten Hintergrund im Video-Call, etwa an einem normalen Schreibtisch.
Der Markt ist in den letzten Jahren deutlich professioneller geworden. Wer als seriöser, vertrauenswürdiger Anbieter auftritt, hat bei guten Creatorn die besseren Karten.
Wie führst du das erste Gespräch mit einer Creatorin?
Ein Gespräch mit einer Creatorin ist kein harter Verkauf. Es geht darum, ihr die Sicherheit zu geben, dass du für ihre aktuelle Situation die richtige Person bist und ihr langfristig zusammenarbeiten könnt.
Kunde Roman sagt es so: Am Ende entscheidet nicht das Skript, sondern ob die Chemie stimmt. Sympathie und Fachwissen gehören zusammen.
Max warnt davor, zu viel zu versprechen, um eine Unterschrift zu bekommen. Eine Unterschrift bringt dir nichts, wenn du danach nicht lieferst. Versprich nur, was du sicher halten kannst.
„Als zweites musst du wissen, dass Modelgewinnung kein klassisches Hard-Sales ist.“

Echte Kundengeschichten
„Ich habe wirklich eine Gruppe von Leuten um mich herum, die verstehen, was ich vom Leben möchte.“
Jakub, Kunde im Coaching
Ganzes Interview ansehenEinzelne Kundengeschichten, keine Garantie: Ergebnisse hängen von Einsatz, Markt und Fähigkeiten ab. Die Videos laden erst beim Abspielen von YouTube (youtube-nocookie.com).
Wie behältst du Creator langfristig?
Für Max ist Kommunikation der wichtigste Punkt. Creator wünschen sich Feedback und wollen wissen, woran gerade für ihren Account gearbeitet wird. Wenn etwas nicht stimmt, sprich es offen an. Creator, die vorher bei anderen Agenturen waren, nennen schlechte Kommunikation fast immer als Grund für den Wechsel.
Dazu gehören regelmäßige Check-up-Calls, ein Vertrag mit einer Aufteilung, die für beide Seiten fair ist, und ein Team, das weiterarbeitet, wenn du krank oder im Urlaub bist. Was in einen Vertrag gehört, erklärt das Glossar.
„Und was ich dir auch mitgeben kann aus Erfahrung ist, du kannst in den meisten Fällen nicht zu viel kommunizieren. Du kannst nur zu wenig kommunizieren.“
Wie viel Zeit kostet die Akquise?
Laut Max reicht für die tägliche Akquise eine halbe Stunde bis eine Stunde am Tag. Wichtig ist, dass du dranbleibst, auch wenn schon ein Creator da ist: Wer nur einen hat und nicht weiß, wie er neue findet, hängt an dieser einen Zusammenarbeit.
Langfristig kommen Creator auch über Empfehlungen. Die gibt es nach Max' Erfahrung aber nur, wenn du wirklich gute Arbeit lieferst. Wie du den Start insgesamt planst, liest du im Ratgeber OnlyFans-Agentur gründen.
Du bist selbst Creator und suchst eine Agentur? Dann hilft dir der Beitrag von LUX Agency, wie du eine Agentur findest.
Häufige Fragen
Wie finde ich das erste Model für meine Agentur?
Über dein Umfeld, über tägliche Akquise auf Instagram oder mit Budget über Werbeanzeigen. Am leichtesten ist der Start oft mit Creatorn, die du schon kennst.
Soll ich Frauen ansprechen, die noch keine Creator sind?
Max rät davon ab. Sprich Frauen an, die schon auf einer Fanplattform aktiv sind, und überrede niemanden zum Start.
Brauche ich Budget für Werbung?
Nein. Ohne Werbebudget führt der Weg über die eigene Akquise. Werbung ist eine Ergänzung, wenn du Budget hast.
Wie viel Zeit brauche ich täglich für die Akquise?
Laut Max eine halbe Stunde bis eine Stunde am Tag, dafür aber jeden Tag.
Warum verlassen Creator ihre Agentur?
Nach Max' Erfahrung am häufigsten wegen schlechter Kommunikation. Regelmäßiges Feedback und Offenheit schaffen Vertrauen.


