Welche Rechtsform wählst du in der Schweiz für den Start?
Das KMU-Portal des Bundes beschreibt das Einzelunternehmen als Form, bei der eine natürliche Person alleinige Inhaberin ist. Der Preis dafür: Du haftest unbeschränkt mit deinem persönlichen Privatvermögen. Das solltest du wissen, bevor du Verträge mit Creatorinnen oder Mitarbeitern schliesst.
Auch beim Namen gibt es eine Regel. Der Firmenname eines Einzelunternehmens muss deinen Familiennamen enthalten, mit oder ohne Vornamen. Einen reinen Fantasienamen für deine Agentur kannst du hier also nicht allein verwenden.
Neben dem Einzelunternehmen führt das Portal auch die GmbH und die AG mit eigenen Checklisten. Welche Form zu deinen Plänen passt, entscheidest du am besten zusammen mit einer Steuerberatung.
Wer entscheidet, ob du in der Schweiz als selbständig giltst?
Nicht du und auch nicht das Handelsregister. Laut KMU-Portal musst du von den Sozialversicherungen als selbständig erwerbend anerkannt sein. Den Antrag stellst du bei der zuständigen Ausgleichskasse am Geschäftssitz deines Unternehmens.
Für die Beurteilung zählen laut Portal die wirtschaftlichen Verhältnisse, nicht das, was in einem Vertrag steht. Wie du deine Zusammenarbeit mit Creatorinnen tatsächlich organisierst, ist also wichtiger als die Überschrift auf dem Papier.
Welche Unterlagen die Ausgleichskasse bei dir sehen will, erfährst du dort. Informiere dich früh, damit die Anerkennung nicht erst kommt, wenn du schon mitten im Aufbau steckst.
Kannst du in der Schweiz selbständig sein und angestellt bleiben?
Ja, das KMU-Portal hält ausdrücklich fest, dass eine Kombination von selbständiger und unselbständiger Erwerbstätigkeit möglich ist. Dieselbe Person kann für eine Tätigkeit als selbständig und für eine andere als angestellt gelten. Die Beiträge an AHV, IV und EO werden dann getrennt abgerechnet.
Auch für die selbständige Tätigkeit neben dem Job stellst du laut Portal einen Antrag auf Anerkennung der Selbständigkeit. Dass du daneben angestellt bist, nimmt dir diesen Schritt nicht ab.
Für den Aufbau selbst passt das zu dem, was Max und Ali sehen: Viele, die sich melden, sind Vollzeit angestellt und starten neben dem Job. Wie das zeitlich aussieht, steht unten in den Fragen. Mehr zum Weg aus dem Job heraus liest du unter selbständig neben dem Job.
Was gehört in der Schweiz zur Gründung eines Einzelunternehmens?
Die Checkliste des KMU-Portals nennt unter anderem diese Punkte. Nicht jeder gilt für jeden, prüf deshalb jeden einzeln:
- Firmennamen festlegenDen Namen klärst du beim kantonalen Handelsregisteramt ab.
- Handelsregister prüfenDie Anmeldung beim Handelsregisteramt steht auf der Liste, sofern sie für dich vorgeschrieben ist. Ob das zutrifft, klärst du dort.
- AHV-AusgleichskasseDie Anmeldung bei der Ausgleichskasse ist ein fester Schritt der Gründung.
- Mehrwertsteuer abklärenKläre, ob du mehrwertsteuerpflichtig bist. Falls ja, meldest du dich bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung an.
- Versicherungen fürs TeamStellst du Personal ein, etwa deinen ersten Chatter, kommen die obligatorischen Versicherungen nach BVG und UVG dazu.
„Am besten hast du noch einen guten Steuerberater, der dir einfach dabei hilft, die Rechnung sauber zu verwalten und dir dabei hilft, deine Steuern zu machen.“

Echte Kundengeschichten
„Ich bin jetzt einfach da, wo ich mal sein wollte.“
Noel, Kunde im Coaching
Ganzes Interview ansehenEinzelne Kundengeschichten, keine Garantie: Ergebnisse hängen von Einsatz, Markt und Fähigkeiten ab. Die Videos laden erst beim Abspielen von YouTube (youtube-nocookie.com).
Womit startest du, wenn die Formalitäten erledigt sind?
Max beginnt nicht mit dem perfekten Plan, sondern mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme: Was hast du schon, und was willst du eigentlich? Wer das für sich beantwortet hat, entscheidet leichter, wie viel Zeit und Energie in die Agentur fliessen.
Danach geht es um die erste Creatorin. Max sagt, dass man passende Creatorinnen oft schon im eigenen Umfeld hat und dort einfach eine Zusammenarbeit anfragen kann. Sein Rat dazu: nicht aufschieben, sondern direkt ins Handeln kommen.
Hast du kein Geld für Werbeanzeigen, kommst du laut Max um die eigene Akquise nicht herum. Er spricht da aus Erfahrung: Genau so hat er selbst ganz am Anfang gearbeitet, bevor Budget für Anzeigen da war.
Ali ergänzt eine Warnung. Wenn du noch nicht weisst, wovon du redest und was du in deiner Agentur machst, solltest du laut ihm nicht gleich mit sehr grossen Creatorinnen arbeiten. Klein anfangen und dabei lernen ist hier kein Umweg.
„Ich würde schauen, was habe ich denn eigentlich schon und was ist vielleicht auch das, was ich will.“
Wer begleitet dich, wenn du in der Schweiz gründest?
Max Borer ist selbst Schweizer. Er lebt und arbeitet heute auf Zypern, LUX Consulting hat seinen Sitz in Paphos. Die Kennenlern-Gespräche führt Max selbst oder Ali, der als Geschäftsführer von LUX Agency über 50 Creator betreut hat.
Begleitet wirst du sechs Monate lang im 1:1, über Calls und WhatsApp. Für Fragen zu Ausgleichskasse, Handelsregister oder Mehrwertsteuer bleiben die Schweizer Stellen und deine Steuerberatung zuständig. Max und Ali helfen beim Aufbau der Agentur, nicht bei deiner Steuererklärung. Alle Bausteine findest du bei den Leistungen.
Bist du Creatorin und suchst eine Agentur in der Schweiz, findest du sie bei LUX Agency.
Häufige Fragen
Wer entscheidet in der Schweiz, ob ich selbständig bin?
Die Sozialversicherungen. Den Antrag auf Anerkennung stellst du bei der zuständigen Ausgleichskasse am Geschäftssitz deines Unternehmens.
Muss meine Agentur in der Schweiz ins Handelsregister?
Das hängt von deinem Unternehmen ab. Die Checkliste des KMU-Portals nennt die Anmeldung beim Handelsregisteramt, sofern sie vorgeschrieben ist. Kläre das beim kantonalen Handelsregisteramt.
Darf ich in der Schweiz angestellt sein und daneben selbständig arbeiten?
Laut KMU-Portal ist eine Kombination von selbständiger und unselbständiger Erwerbstätigkeit möglich. Die AHV-Beiträge werden getrennt abgerechnet.
Wie viel Zeit muss ich einplanen?
Plan rund 3 Stunden am Tag ein, also etwa 20 Stunden pro Woche. Das lässt sich gut neben dem Job machen, zum Beispiel abends und am Wochenende. Im Kennenlern-Gespräch schaut ihr gemeinsam, was bei dir realistisch ist.
Was, wenn es nicht klappt?
Dann stehst du damit nicht allein da. Genau dafür ist die Begleitung da: Wir schauen gemeinsam, woran es hakt, und passen den Plan an. Im 1:1 hast du dafür sechs Monate lang unbegrenzte Calls und WhatsApp-Support.


