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So baust du ein Marketing-Konzept für deine Creatorin
Alain-Daniel Rudolf 18:03 Min
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Was gehört in ein Marketing-Konzept für eine Creatorin?
Ali zeigt im Video das Konzept einer Creatorin, die neu bei seiner Agentur angefangen hat. Ihm geht es nicht darum, dass du es eins zu eins übernimmst, sondern dass du das Prinzip dahinter verstehst. Ob du es als PDF, als Präsentation oder als einfaches Textdokument anlegst, spielt kaum eine Rolle.
Die Bausteine in seinem Konzept sind: die Stärken der Creatorin, eine Liste von Vorbild-Creatorn, die Zielgruppe, ein Vision Board für den Look, der Postingplan für die Stories, der Aufbau der Highlights und passende Kamerawinkel. Wie eine Agentur insgesamt arbeitet, erklärt der Ratgeber Wie funktioniert eine OnlyFans-Agentur?.
„Der Grundgedanke ist immer bei einem Marketingkonzept, beziehungsweise immer für deine Creatorin, der Feed, der sollte nie nach OnlyFans schreien.“
Wie bewertest du die Stärken einer Creatorin?
Am Anfang steht eine ehrliche Bestandsaufnahme. Es geht nicht darum, wie du sie persönlich findest, sondern nüchtern um Stärken und Schwächen. Für die Persönlichkeit hilft eine einfache Frage: Wie würden ihre besten Freundinnen sie beschreiben?
Dazu gehört ihr Setup: Welches Handy hat sie, welche Räume und Orte stehen zum Drehen zur Verfügung, welche Interessen lassen sich in Stories zeigen? Wo etwas fehlt, etwa gutes Licht, bestellt Ali es nach.
„Da geht es vor allem darum, dass die Grundvoraussetzungen einfach ehrlich bewertet werden.“
Warum brauchst du eine Liste mit Vorbild-Creatorn?
Ali legt sich auf ein oder zwei Content-Arten fest, die zur Creatorin passen, zum Beispiel kurze Sketche oder Videos, in denen sie in die Kamera spricht. Zu jeder Art sucht er fünf Vorbilder heraus. Das sollen aktuelle Creator sein, die gerade selbst aktiv posten und erfolgreich sind.
Zu jedem Vorbild notiert er drei Dinge: Was übernimmst du? Was würdest du anders oder besser machen? Was gefällt dir an den Inhalten? So entsteht eine Richtung, an der sich alle Beteiligten orientieren können.
Die Zielgruppe hält er am Anfang bewusst grob fest. Wer genau reagiert, zeigt sich erst, wenn die ersten Inhalte laufen.
Welche Regeln gelten für den Feed?
Der Feed soll wie das private Profil einer jungen Frau wirken, nahbar und alltäglich, nicht billig. Ali rät, sich das private Profil der Creatorin anzusehen, falls es eines gibt, und den Feed genauso sorgfältig zu führen.
Gerade am Anfang lässt er sich jedes Bild zeigen, bevor es online geht, und gibt so viel Rückmeldung wie möglich. Dazu schreibt er eine Liste mit Dos und Don'ts: ästhetische Ganzkörperbilder und Alltagsszenen ja, aufreizende Bilder nur als Ausnahme.
Wie baust du Highlights und einen Postingplan auf?
Für die Stories bekommt die Creatorin eine Tabelle mit Ideen je Wochentag, etwa ein kurzes Fertigmachen am Morgen oder Spiegelbilder verschiedener Outfits, jeweils mit einer Frage, auf die Fans antworten können.
Die Highlights folgen bei jeder Creatorin demselben Muster: eine Fragerunde zur Person, ein Highlight mit verschiedenen Outfits, ein persönliches Thema wie Beauty und ein Highlight für den Link. Wechselnde Stimmungen hintereinander halten die Aufmerksamkeit hoch.
„Wir posten den Link nie in die Bio, sondern immer in das Highlight und machen CTA auf das Highlight.“
Wann prüfst du, ob das Konzept funktioniert?
Als nächste Schritte legt Ali Outfits und Orte für die ersten Drehtage fest, schreibt den ersten Content-Plan und legt eine Sammlung von Einstiegen für Reels an. Danach beginnt eine Testphase. Wie du einen ersten Creator findest, beschreibt der Ratgeber Models finden.
Nach einer Woche schaut er auf die Zahlen, nach zwei Wochen wertet er aus, welche Themen funktioniert haben. Sein Rat für den Anfang: konzentriere dich auf eine Content-Art und setze sie beständig um. Auf welchen Plattformen du das tust, erklärt der Ratgeber Traffic-Quellen.
„Nach 14 Tagen mache ich eh schon mal ein Resümee und mache so eine kleine Pattern-Analyse.“
Häufige Fragen
Brauche ich für ein Marketing-Konzept ein Design-Programm?
Nein. Ali nutzt eine gestaltete PDF, sagt aber selbst, dass ein einfaches Textdokument genauso reicht. Entscheidend ist der Inhalt.
Wie viele Vorbild-Creator sollte ich auswählen?
Ali nimmt je Content-Art fünf aktuelle Creator, die gerade selbst aktiv posten, und notiert zu jedem, was er übernimmt und was er besser machen würde.
Muss ich die Zielgruppe von Anfang an genau kennen?
Nein. Ali legt sie am Anfang nur ungefähr fest. Wer reagiert, zeigt sich erst, wenn die ersten Inhalte laufen.
Wo steht der Link zur Bezahlseite?
In Alis Konzept nicht in der Profilbeschreibung, sondern in einem eigenen Highlight, auf das die Stories verweisen.
Wann werte ich die ersten Ergebnisse aus?
Ali schaut nach einer Woche auf die Zahlen und wertet nach zwei Wochen aus, welche Themen funktioniert haben.


