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Instagram für deine Creator, Schritt für Schritt
Alain-Daniel Rudolf 6:56 Min
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Was ist eine Creator-Vision?
Viele Agenturen nehmen eine Creatorin auf und posten sofort. Ali geht strukturierter vor und nimmt sich am Anfang mehr Zeit. Er schaut sich die Creatorin nüchtern an: Stärken, Schwächen, Outfits, Farben, die zu ihr passen, Talente und Persönlichkeit. Daraus entsteht ihr Wiedererkennungswert.
Für diesen ersten Schritt rechnet Ali mit zwei bis vier Stunden. Wie du überhaupt an eine passende Creatorin kommst, erklärt der Ratgeber Models finden.
„Das allererste, was ich immer mache, ist, wenn ich eine neue Creatorin signe, ist, eine Creator-Vision zu erstellen.“
Warum muss der Content zur Persönlichkeit passen?
Ali nennt ein Beispiel: Eine ruhige, eher introvertierte Creatorin soll keine Videos drehen, in denen sie Fremde auf der Straße anspricht. Sie würde es vielleicht tun, aber man sieht ihr an, dass sie sich unwohl fühlt.
Deshalb wählt er Formate, die die Creatorin glaubwürdig und gern umsetzt. Das hält sie auch über Wochen bei der Sache, in denen es langsamer läuft.
„Deswegen ist es wichtig, dass man Content nimmt, mit dem sich die Creatorin auch wirklich wohl fühlt und den sie wirklich authentisch auch abdrehen kann.“
Wie wichtig ist Qualität bei den ersten Posts?
Ein neuer Account bekommt nicht am ersten Tag ein halbes Dutzend Reels, sondern startet ruhig: Profilbild, Beschreibung, ein erster Beitrag. Die ersten Reels folgen nach ein paar Tagen.
Von Anfang an setzt Ali einen hohen Standard. Braucht eine Creatorin zehn oder fünfzehn Versuche für ein Reel, dann ist das eben so. Schnell hochgeladene, schwache Inhalte setzen einen schlechten ersten Eindruck.
„Und ich würde auch immer nur high-quality und gut durchdachten Content und gut aufgenommenen Content auf Instagram veröffentlichen.“
Wie oft solltest du auf Instagram posten?
Ali nennt eine einfache Regel: mindestens sieben Reels pro Woche, drei Bilder im Feed pro Woche und vier Stories am Tag. Läuft der Account, steigert er auf zwei bis drei Reels täglich, dazu einzelne Test-Reels.
Die ersten Reels zeigen auch, ob mit dem Account alles stimmt. Bleiben sie dauerhaft bei sehr wenigen Aufrufen, ist das ein Warnzeichen. Nach Alis Eindruck posten die meisten Agenturen eher zu wenig als zu viel.
„Du solltest minimum 7 Reels die Woche posten, 3 Feed-Posts die Woche, also Bilder und 4 Stories am Tag.“
Wie findest du heraus, welche Reels funktionieren?
Ali vergleicht das mit bezahlter Werbung: Man testet viele Varianten, schaltet ab, was nicht läuft, und setzt auf das, was läuft. Bei organischen Reels ist es genauso. Formate, die nicht funktionieren, verwirft er nicht sofort, sondern fragt, woran es gelegen haben könnte.
Den Schwerpunkt legt er aber auf das, was nachweislich funktioniert. Welche Faktoren ein einzelnes Reel ausmachen, steht auf der Seite 7 Faktoren für Reels. Wenn du das neben dem Job aufbauen willst, lies Agentur nebenbei gründen, alle Plattformen im Überblick zeigt der Ratgeber Traffic-Quellen.
„Aber grundsätzlich würde ich natürlich eher den Fokus darauf setzen, auf Content, der halt performt und davon einfach mehr machen.“
Häufige Fragen
Womit fängt Ali bei einem neuen Instagram-Account an?
Mit einer Creator-Vision: Stärken, Schwächen, Farben, Talente und Persönlichkeit der Creatorin, bevor überhaupt etwas gepostet wird.
Was ist die 7-3-4-Regel?
Mindestens sieben Reels pro Woche, drei Bilder im Feed pro Woche und vier Stories am Tag.
Soll ein neuer Account gleich viele Reels posten?
Nein. Ali startet mit Profilbild, Beschreibung und einem ersten Beitrag und lässt die ersten Reels erst nach ein paar Tagen folgen.
Wie lange dauert die Creator-Vision?
Ali rechnet mit zwei bis vier Stunden für diesen ersten Schritt.
Was tun, wenn ein Format nicht funktioniert?
Nicht sofort verwerfen, sondern nach der Ursache fragen. Den Schwerpunkt aber auf Formate legen, die nachweislich laufen.


